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Gesundheit

Unser Gesundheitswesen betrifft uns alle aktuell wie kaum ein zweites Streitthema in der aktuellen Politik. Umso kritischer ist es, wie weit wir noch davon entfernt sind, in einem Gesundheitssystem zu leben, das alle Menschen gleichberechtigt behandelt und nicht

danach ausgerichtet ist, möglichst viel Profit zu machen, sondern einzig dem Wohl der Menschen verpflichtet ist. Die Mängel sind überall zu sehen: Ärztemangel auf dem Land, die heutige Zwei-Klassen-Medizin, die Menschen systematisch benachteiligt, oder die Profitgier bestimmter Akteure im Gesundheitswesen, die das Wohl der Patient*innen oft in Gefahr bringt.

Krank zu werden ist ein Risiko, vor dem niemand geschützt ist. Aber eine volle Absicherung für dieses Risiko muss deshalb Ziel eines solidarischen Gesundheitssystems sein. Die Versorgung muss am Wohnort möglich sein, der Erhalt von Kliniken insbesondere in ländlichen Räumen ist dafür unabdingbar. Kliniken dürfen nicht gewinnorientiert betrieben werden, sondern gehören in öffentliches Eigentum und müssen entsprechend finanziert werden.

Die Gesundheitsversorgung, die wir brauchen, nimmt den Menschen als Ganzes mit all seinen Bedürfnissen in den Blick, ein System der Fallpauschalierung, muss ein Ende finden. Nicht nur, dass ein solches Abrechnungssystem, wie es heute existiert, einen extrem hohen Dokumentationsaufwand erfordert, es werden Anreize zur möglichst frühzeitigen Entlassung gesetzt und gleichzeitig wird es dem tatsächlichen Bedarf der Erkrankten nicht gerecht.

Um diesen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsversorgung zu realisieren, brauchen wir die Bürger*innenversicherung, die Ausweitung der Versicherungspflicht für alle, unabhängig vom Einkommen. Dadurch wird das Solidaritätsprinzip wieder zur Grundlage zwischen allen Versicherten und der Leistungsanspruch gilt wieder für alle gleich: Nach Bedürftigkeit.